Tarnung
Zur Übersicht Click hier ! 5.Hauptsatz der Thermodynamik , Phanes Sound Theorem
Stealth = durch List , heimlich , verstohlen , Tarnkappentechnik ( eng.: stealth = Heimlichkeit ) Die Bezeichnung " stealth pathogens " wurde von Lida H. Mattman für zellwandfreie bzw zellwanddefekte Bakterienformen eingeführt ( Cell Wall Deficient Forms — Stealth Pathogens , 3rd Edition , CRC Press (2001) ISBN 0-8493-8767-1 ) . " Stealth infections " wurde für die Verwandlungskünstler unter den Bakterien von P.W. Ewald ( Plague Time : How Stealth Infections Cause Cancers , Heart Disease and Other Deadly Ailments , Free Press , 282 pp , 2000 ) eingeführt . Bereits im frühen 19.Jahrhundert sprachen A. Béchamp , später G. Enderlein in diesem Sinn von " Pleomorphismus = Vielgestaltigkeit " ( Bakterien Cyclogenie , W.de Gruyter, 1925 ) bei Infektionserregern .
Am Anfang der Bakteriologie stand die Erfindung 1. des Mikroskops durch Antony Leuwenhook ( 1632 - 1723 ) und dessen Beschreibung der " Animalkuli " , heute Mikroben oder Bakterien genannt und 2. der Bakterien - Färbetechniken ( P. Ehrlich , K. Shiga 1904 ) aus denen die ersten Antibiotika ( S.A. Waksman , 1943 ) abgeleitet wurden .
Das erste Antibiotikum , ein Sulfonamid , das " Prontosil " ( G.J.P Domagk 1934 ) war ein orange- bis dunkelroter Farbstoff . Aus Konkurrenzgründen wurde es als farblose Substanz ( später " Prontalbin " genannt ) patentiert , die war - wider Erwarten - sogar noch wirksamer ...
Schwerpunktmäßig stürzte man sich dann zunächst auf die Infektionserreger bei akut verlaufenden Krankheiten .
Aber auch bei chronisch verlaufenden Krankheiten hat die Infektionshypothese eine bereits längere Geschichte .
Im 19. - 20. Jahrhundert dominiert das sog. thermodynamisch - energetische Umweltmodell in der Medizin , im " Lebenskampf " die " natürliche Auslese " (C. Darwin 1859 , Vom Ursprung der Arten ).
Ab etwa 1850 ( L. Pasteur , R. Koch Kochsche Postulate ) bzw. 1900 ( R. Virchow , Zellularpathologie ) galt die besondere Aufmerksamkeit Zellen und Bakterien .
1820 bereits wurde die Arteriosklerose als Entzündungsprozess beschrieben und 1833 ( M. Lobstein ) als krankhafte Ernährungsstörung der Gefäßwand . Der Pathologe F. Marchand ( 1904 , Über Arteriosklerose. Verhandl.21.Kong.Inn.Med.21, p.23-59 ) stellte mit seinem Begriff " Atherosklerose " dann die Verfettung der Gefäßwand in den Mittelpunkt der Pathogenese . R. Virchow unterschied noch zwischen Arteriosklerose als Entzündungsprozess und Atheromatose als Ablagerungsprozess . 1940 gelang der erste Nachweis , daß bei der Arteriosklerose das Bakterium Chlamydia pneumoniae beteiligt sei .
1830 fand A. Béchamp ( 1816 - 1908 ) sog. " Microzymas " , die er als Übergang zwischen nicht lebender und lebender Materie deutete .
1863 beschrieb Unna erstmalig ein Bakteriun , das er aus Aknepusteln isoliert hatte als Aknebazillus . Wegen der morphologischen Ähnlichkeit mit Corynebakterien erfolgte 1923 durch Bergey die Umbenennung in Corynebakterum acnes . Die heutige Namensgebung ist Propionibakterium acnes . Das Bakterium ist ein natürlicher Hautkommensale und in der Regel nicht pathogen . Das Bakterium bzw. seine Varianten können aber pathogen werden und sie können generalisieren ( z.B. Endocarditis ), insbesondere bei immungeschwächten Patienten .
1873 entdeckte G. Armauer Hansen das Mycobakterium leprae .
1874 beschrieb A. Boettcher ein Bakterium , das er in Magengeschwüren gefunden hatte . Bereits Ende 1940 wurden dann Magengeschwüre mit Erfolg antibiotisch behandelt ( bis 1950 ) .
1882 veröffentlichte R. Koch die Entdeckung des Tuberkuloseerregers .
1898 gelang im Pasteur - Institut der Nachweis von sog. Mykoplasmen bei Tieren mit Arthritis oder mit Lungenentzündung . 1939 beschrieben Swift und Brown erstmals den Zusammenhang von Mykoplasmen und Rheuma .
Auch Spirochäten waren als bewegliche Schraubenbakterien bereits im 19. Jahrhundert bekannt .
1905 entdeckten Schaudin und Hoffmann den Syphiliserreger ( Spirochaeta pallida ) .
1925 nannte G. Enderlein ( 1872 - 1968 ) die von ihm beobachteten sog.Ursprünge von Mikroben " Protit " ( Bakterien Cyclogenie : 1925 ) . In Frankreich heißen sie " Somatid " ( G. Naessens ). Ein Protit bzw. Somatid könne unter bestimmten Bedingungen zum " Chondriten " und schließlich zum Bakterium oder zum Pilz werden . Eine von ihm in die Gruppe der Chondriten klassifizierte Mikrobe nannte er Basoplasma .
Eine andere Mikrobenform verstand er als Urzelle und nannte sie " Mychit " und deren Kern " Mych " . Die Gestalt des Mychits sei eine Kugel von unterschiedlicher Größe mit einem wandständigen Kern .
1932 gelang es R. Rife aus Brustkrebsgewebe einen Mikroorganismus zu isolieren , den er " BX-Virus " ( Bazillus X ) nannte .
Um das Jahr 1950 etwa trat dieses Wissen um die bakteriellen Ursachen von chronischen Krankheiten wegen der aufkommenden Antibiotika für die folgenden 30 Jahre bis ca. 1980 in den Hintergrund .
Noch 1969 verkündete der Surgeon General im Gesundheitsministerium der Vereinigten Staaten von Amerika : " Das Thema Infektionskrankheiten sei erledigt " . 1992 hieß es aber bereits : " Tatsachen lassen die Befürchtung wachsen , daß wir möglicherweise vor einer post-antimikrobiellen Ära stehen " . ( B.R.Bloom , C.J.L. Murray , L.M. Cohen , Science , 257:1055-1064 ( 1992 ) .
Im 20. - 21. Jahrhundert dominiert das sog. Informations- und Kommunikationsmodell in der Medizin . Ab ca. 1980 gilt der Immunsituation und den Selbstorganisations- und Strukturbildungsprozessen die besondere Aufmerksamkeit . Bakterielle Ursachen von Krankheiten werden wiederentdeckt .
Um 1960 wurden Mykoplasmen beim Menschen als Ursacher der untypisch verlaufenden Lungenentzündung beschrieben .
1977 fand F.Ruzika das Archaebakterium " Basoplasma sanguineum ".
1981 wurde das Propionibacterium acnes generalisiert bei Patienten mit rheumatoider Arthritis beschrieben ( G.A. Denys , 1981 ) . Der Zusammenhang von generalisiertem Befall mit Propionibacterium acnes und Rheuma wurde dann von L.H. Mattman experimentell nachgewiesen .
1982 wurde die Borrelie als Krankheitserreger bei der Lyme - Borreliose ( und bei der amyotrophen Laterelsklerose ( ALS ) , Lou Gehring´s disease ) von W. Burgdorfer entdeckt und
1983 der Helicobacter pylori ( das Magen - Bakterium A. Boettchers von 1874 ) .
Im gleichen Jahr erkannte man , daß die Mykoplasmen Verursacher oder Mitverursacher ( Kofaktor ) anderer Krankheiten sind , die sich am Blut , an der Haut, an den Gelenken ( Arthritis ) und am Zentrallnervensystem ( M. Alzheimer , Multiple Sklerose , ALS ) abspielten , an der Leber, der Lunge ( Asthma bronchiale ) , dem Pankreas ( Diabetes mellitus ) , dem Darm ( M. Crohn ) , dem Herz-Kreislafsystem oder dem Urogenitaltrakt .
1986 wurde die Chlamydia pneumoniae als ein wichtiger Krankheitserreger wiederentdeckt ( s. A.W. Lux 2002 ) und die Chlamydia trachomatis als Auslöser der durch Chlamydien induzierten Arthritis ( " Liebesrheuma " ) .
Zwischen 1983 und 1990 wurde das von G. Enderlein entdeckte und von F.Ruzicka bezeichnete " Basoplasma sanguineum " von O. Kajander unter dem neuen Namen " Nanobakterium sanguineum " wiederentdeckt . Es war und ist noch heiß umstritten ( P. Saradjian , Evidence supportative and unsupportative of Nanobacteria , Annual Curr.Lit.in Bio.Review. 2001. 1:1-16 ) und gehöre jetzt zu der eigenen Gruppe der " Nanoben " . Das Bakterium hat einen Durchmesser von 50 bis 500 Nanometer , ist also so klein wie ein Virus . Es ist hitzestabil bis 90 Grad Celsius für eine Stunde . Es produziert biogenes Knochen - Apathit und ist Tetrazyklin - ( Doxycyclin - ) empfindlich . Die Analyse seiner genetischen Struktur deutet darauf hin, daß es sich um ein Proteobakterium handelt . Neueste Untersuchungen zeigen , daß die Mitochondrien vor langer Zeit aus Nanobakterien bzw. Nanoben entstanden seien . Nach dem Verzehr großer Fleischmengen erscheinen Nanobakterien bzw. Nanoben massenhaft im Blut ( Enderlein's " Makrosymprotite " oder nur Chylomikronen ? ) . Ihr eigentlicher Aufenthaltsort sei aber in den Zellen eines Wirtes . Nanobakterien bzw. Nanoben teilen sich nur alle drei Tage . Ab mehreren hundert Nanobakterien bzw. Nanoben in einer Zelle soll es zu " einem schaumig vacuolig zytotoxischen " Zelltod , zur Apoptose kommen oder auch zur Konversion und Transformation , zur ungehemmten Zellteilung ( B.D.Huismans, E.Zeitler Malignomtodesursachen bei Verschlusskranken einer Gefässklinik während einer dreijährigen Nachbeobachtungszeit , VASA, Band 1, 1972 Heft 3, S. 201-205 ) .
1988 wurden Babesien ( Piroplasmen ) von Babes als wichtiger Krankheitserreger bei Rindern erkannt mit einem Lebenszyklus ähnlich der Malaria . 1956 bereits sei ein erster derartiger Krankheitsfall beim Menschen beschrieben worden .
1993 ließ sich die Variante Spirochaeta myelopthora ( myelophora , myelophthora ) von L. Mattman als Ursache bei der multiplen Sklerose beschreiben . Der Befund wurde in zahlreichen Überprüfungen bestätigt und nach den Kochschen Postulaten von zahlreichen Untersuchern experimentell gesichert .
Im Jahr 1997 erhielt Stanley Prusiner den Nobelpreis für seine Entdeckung der "Prionen als ein neues biologisches Prinzip der Infektion" ( infektiöse Proteine ) . Die Prionen könnten evtl. den von Béchamp vor über 150 Jahren entdeckten " Mikrozymas " entsprechen. ( Béchanp, A., The Blood and its Third Element Metropolis INK ISBN 0-9579858-7-8 )
Im gleichen Jahr wurden Enderleins " Mychite " als eine andere zellwanddefekte Bakterien - Variante bei vielen Bakterienarten nachgewiesen . Bei Borrellien werden sie " Blebs " oder " L-Formen " genannt , bei Chlamydien Elementarkörperchen ( EK ) etc. . Blebs und EK sind resistent gegenüber Betalaktam - Antibiotika ( Penicilline , Cephalosporine , Carbapeneme , Monobactame ) . Mit der Entstehung der Mychite verschwinden die Antikörpertiter gegen die entsprechenden Bakterienarten . Nach der Rückführung aus der Bleb - bzw. L - Form in die normale Bakterienformen erscheinen die Antikörpertiter wieder ( V.P. Mursic et al., Infection 24 ( 1 u. 2 ) , 1996 ) .
Ehrlichien bzw. Anaplasmen ( Anaplasma phagocytophilum ) sind in der Tiermedizin bereits seit 1935 bekannt . 1986 wurde die Ehrlichiose am Menschen ( HGE ) erstmals beschrieben . ( Im Blutausstrich bei der granulozytären Verlaufsform sog. Morula in Granulocyten ) .
Ausserdem : 1928 wies F. Griffith an Pneumokokken ( Erregern von Lungenentzündungen ) nach , daß sie allein durch den Kontakt mit abgetöteten Pneumokokkenstämmen deren zusätzliche Eigenschaften weitervererbbar erwerben können .
1949 beschrieb F. d´Herelle den Bakteriophagen , eine Virusart , die selektiv Bakterien befällt . Es ist die Wiederentdeckung eines bereits 1915 von T. Twort beschriebenen Phänomens entsprechend den 1916 von G. Enderlein beschriebenen " Spermiten " . Dabei werden Genomsequenzen ausgetauscht . Gelegentlich wird dadurch auch die Toxinbildung ( Giftproduktion ) bei den betreffenden Bakterien angeregt . Die temperierte Form dieser Art der Übertragung von Genen ( Virusarten ) scheint ein normaler Vererbungsmechanismus bei Bakterien zu sein ( S. Sonea , 1980 ) . Andere Virusarten ( sog. stealth Viruses ) können sowohl Mensch und Tier ( eukaryotische Zellen ) als auch Bakterienzellen ( prokaryotische Zellen ) befallen oder Bakteriengene in ihr eigenes Genom assimilieren . Diese Virusarten werden " Viteria " genannt ( z.B. Varizellen - Zoster Virus , Parvovirus B - 19 , Epstein-Barr-Virus ( Pfeiffersches Drüsenfieber , infektiöse Mononukleose , Kusskrankheit ; Burkitt Lymphom ) , Herpesvirusarten , Hepatitis - Virusarten , Mumpsvirus etc. ) . Sie können Bakterieninfekte imitieren oder die Bildung von Bakterien - Toxinen ( Giftstoffen ) boostern ( verstärken ) .
Phagen und Viteria transportieren ( shiften ) fremde Gene . Im Nanometerbereich wird eine schamlose Promiskuität ( schrankenlose Vermischung ) betrieben , eukaryotische Zellen ( Mensch und Tier ) nicht ausgeschlossen ! Im Nanokosmos schwimmen alle Bakterien im gleichen Genpool ( L. Margulis , C. Sagan ) . Aus genetischer Sicht sind Bakterien ein einziger Superorganismus ( S. Sonea , M. Panisset , A New Bacteriology , Jones and Bartlett Publ. , 1980 ) .
Und noch eines: Ungünstige Lebensbedingungen ( Temperatur , Ph , Antibiotika , Chemotherapeutika , Mangelernährung , Ionendichteveränderungen ) verwandeln Bakteriem ( 4000 - 6000 Nanometer ) in eine dem neuen Milieu besser angepasste Variante , in die L-Form ( L steht für little , large , lipoidal , lihte , Lister ( E. Klieneberger-Nobel , L.H. Mattman ) ) . L - Formen sind Varianten von Bakterien oder Pilzen ( auch Sphäroplasten , Zysten , Blebs , Mychite , Bakterienvarianten mit mangelhafter Zellwand bzw. mit Zellwanddefekten genannt ) , die in Kolonien wachsen und sich fakultativ ( da sie nur Reste der ursprünglichen Zellwand besitzen ) ähnlich wie die Mykoplasmen ( zellwandfreie Bakterien ) verhalten und vermehren ( Cell wall deficient forms , stealth pathogens ( L.H. Mattman , 2001 ) ) . Zellwände werden nie neu erfunden , sondern immer symbiotisch adoptiert . Da L-Formen ein hyperosmolares und i.d.R. sauerstoffarmes Milieu benötigen , überleben bakterielle L - Formen bevorzugt innerhalb von Wirtszellen , z.B. in Erythrozyten , Lymphocyten , Bindegewebszellen, Knochenzellen und in anderen Gewebezellen ( z.B. Rückzugsgebiete sind bereits geschädigte , schlecht durchblutete Gewebe ) . L - Formen sind in der Regel besonders anfällig für den Nukleotid - Austausch ( als Plasmid - Geber und -Empfänger ) . Morphologisch und chemisch verhalten sich L - Formen je nach Ursache , die zu ihrer Bildung geführt hat , sehr unterschiedlich ( C.W. Godzeski , 1967 ) . In dem " Superorganismus " ( S. Sonea , M. Panisset ) der Bakteriengemeinde fördern ausserdem einige Bakterien die Bildung von L-Formen bei ihren Konkurrenten , zahlreiche andere ( und deren Substrate ! ) aber verhindern dies . Auch die von der Norm abweichende Bildung von besonders stabilen Zellwänden wurde beobachtet . Spermin und 2,6 diaminopimelinsäure unterstützen die Rückverwandlung von Bakterien aus ihrer L-Form in die klassische Bakterienvariante mit normaler Zellwand . Kranke mit Tuberkulose , Lungenentzündung oder Krebs hätten über das doppelte erhöhte Spermin - Titer , betalaktamresistente Bakterien stehen in einem Verhältnis zu 2,6 diaminopimelinsäure . Stabile L-Formen bilden im Gegensatz zu ihren ebenfalls vorkommenden instabilen Formen " Granula " . Diese Granulate seien durch Filter mit einer Porengröße von 50 - 200 - 500 Nanometer filtrierbar . Eine Verschmelzung von Gewebezellen mit diesen Bakteriengranulaten aus den L-Formen könne das Leben der Wirtszellen massiv verlängern oder sie sogar neoplasmatisch unsterblich machen .( http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2995167?dopt=Abstract )
Die Granulate stabiler L-Formen haben eine Korngröße von 20 - 150 Nanometern . Sie bestehen aus einander korrespondierenden Eiweiß - RNA - DNA - Kondensaten im Verhältnis bis zu 3 : 1 : 1 ( L. Mattman , 2000 ) . Aus diesen Granulaten lasse sich das eigentliche Bakterium ( nach der Filterpassage ! ) unter geeigneten Bedingungen spontan wieder herstellen . ( Selbstgestaltung ) . Ähnliche Beobachtungen veröffentlichten bereits 1868 A. Béchamp und 1916 Enderlein ( Bakterien-Cyclogenie ) , 1926 P. Hauduroy ( Les Microbes filtrants visibles , Masson et Cie, Paris ) , 1932 A.I. Kendall ( Filtreable forms of bacteria and their significance, JAMA, 99:67-69 ) , 1941 H. Knöll-Jena ( Über Bakterienfiltration , Erg. Hyg., 24:266-364 ) , 1951 E. Klieneberger-Nobel und 1985 -2002 E.O.H. Enby . Vielleicht schließt sich ja hier auch der Kreis zu den Nanobakterien oder Nanoben . Die Reproduktionsrate von L-Formen-Granulaten ist viel langsamer ( z.B. 200 mal langsamer ) als bei ihren klassischen Ursprungsformen . Mengenprobleme von L-Formen-Granulaten in Wirtszellen ziehen Funktionsbeeinträchtigungen und Strukturveränderungen der Wirtszellen nach sich , d.h. chronisch verlaufende Krankheiten beim Wirt ( s. Tarnung ) .
Bakterien passen sich in ihrer äusseren Erscheinungsform den Umgebungsverhältnissen an . Die einzelnen Bakterienarten und deren Wirtszellen wandeln sich aber in der Regel nicht ineinander um . Sie bilden im Ausnahmezustand nur Chimären und sind nur ausnahmsweise dauerhaft hybridisierbar ( E. Almquist , Biologische Forschungen über die Bakterien , P.A.Morstedtand Soner , Stockholm , 1925 , L. Mattman 2001 ) .
Nach E. Enby seien neoplasmatische Tumore Bakteriengranulat - Schleudern ( E. Enby , R.S. Chouhan 2002 ) und Tumorpatienten hätten ein Bakteriengranulat - Mengenproblem . Das Bakteriengranulat - Mengenproblem sei ein Strukturproblem der Zelle und es sei die Ursache des neoplasmasmatischen Wachstums .
1962 noch war die Lehrmeinung : Vor jeder Tumortherapie eine Antibiotikatherapie ! . Diese Vorstellung entwickelte sich später - wohl unter der Erfahrung einer kaum vorhandenen Effizienz dieses Verfahrens - zu der heute gängigen ungleich agressiveren und viel schneller wirkenden ( Bombenteppichen der ) Zytostatika- und Chemotherapie .
Die Vielgestaltigkeit , die Angepasstheit an den Wirt und das aus unserer Sicht listenreiche und tarnkappenhafte Auftreten von einigen Krankheitserregern trainiert die Phantasie der Beobachter und erhöht den Aufwand sowohl in der Diagnostik und der Therapie als auch im allgemeinen menschlichen Umgang mit den betroffenen Patienten ganz erheblich .
Die Behandlung von Infektionskrankheiten durch chemische Stoffe begann als Antwort auf die Seuchen und Wundeiterungen im Krieg 1870-71 durch E.v. Behring mit Jod und anderen Farbstoffen und setzte sich fort durch die Erfindung schwermetallhaltiger organischer Verbindungen wie Arsphenamin , Salvarsan ( P. Uhlenhut 1906 , P. Ehrlich , Bentheim , Hata 1909 ) gegen die Syphilis oder Stibophen , Fuadin ( Plimmer , Thomson 1907 ) gegen parasitäre Tropenkrankheiten , die Chinin - Abkömmlinge Plasmochin und Atebrin gegen Malaria ( Schulemann , Wingler , Schönhöfer 1926 ) , des Germanins gegen die afrikanische Schlafkrankheit und dem Penicillin ( A. Fleming 1929 ) , dem Sulfonamid Prontosil ( G. Domagk 1934 ) , dem Streptomycin ( S.A.Waksman , 1943 ) gegen die Tuberkulose , dem Chloramphenicol , Chloromycetin ( P. Ehrlich 1947 ) und dem Aureomycin ( Duggar 1948 ) , das als erstes Breitspektrumantibiotikum der Vorläufer der heutigen Tetrazykline war und einige andere wichtige antibakteriell wirksame Stoffe . Aus dem damals vorherrschenden Umweltmodell von Lebenskampf , ( Klassenkampf ) , natürlicher Auslese ( Sieg und Niederlage ) nannte man diese Chemotherapeutika jetzt Antibiotika .
Völlig neuartige antibakteriell wirksame Stoffe ( z.B. gegen Zellwanddefekte Bakterien - Varianten und deren Granulate ( Sporen ) s. Tarnung ) hat die Pharmaindustrie seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts kaum noch oder nicht mehr hervorgebracht ( B. Bryson ) . Für antibakteriell wirksame Substanzen erkennt die Pharmaindustrie bis heute - auch aus Angst vor Resistenzbildungen - keinen lukrativen Absatzmarkt .
Die Zielgruppenbedingungen für die Industrie und die Politik sind aber gegeben . 1. Es betrifft viele Patienten . 2. Die Durchseuchungsrate z.B. mit Borrelia burgdorferi unter Patienten in psychiatrischen Kliniken ist mit 33 % fast doppelt so hoch wie in der Gesamtbevölkerung ( mit 19% ) ( Hayek et al. , 2002 ) . Bei den Frauen beträgt die Prävalenz der subklinischen Infektion mit Chlamydia trachomatis im Alter von 17 Jahren 10% . Jede 5. dieser Infektionen führt zur Sterilität und später evtl. auch zu rheumatischen Beschwerden ( z.B. Fibromyalgie ) . 3. Es sind Patienten der reicheren Industrieländer und der jüngeren Jahrgänge , die zumeist noch im Arbeitsleben stehen und bei denen nicht selten Rente oder Pflege - Versorgung droht . 4. Die Behandlung ist oft nicht nur kurzfristig nötig .
Bei den chronisch verlaufenden Erkrankungen kam die Infektions - Hypothese und Antibiotikabehandlung erst ins Rampenlicht mit der Erfindung folgender Grundlagen - Wissenschaften und Effizienz - Technologien :
1. Elektronenmikroskopie ( E. Ruska , M. Knoll , B.v.Borries 1931 ) und Röntgenstrukturanalyse ( M. v Laue , 1910 , D. Bernal, D. Crowford , 1934 )
2. Photolithographie für Computer Chips ( Kodak , 1935 ) 3. Rastersondenmikroskopie ( H. Rohrer , G. Binning 1981 ) und mit dem besonderen Interesse an der
4. Kolloidchemie ( Ultrazentrifuge 1924 , Slab- u.Cylinder Gel Elektrophorese , Röntgenstrukturanalyse 1962/63 ) dissipativer Systeme ( I. Prigigine 1980 ) und deren Selbstorganisations - und Selbstgestaltungseigenschaften sowie der 5. Informatik und Datenverarbeitung und der molekularen Nanotechnologie und vor allem der
6. Quantenphysik und ihrer Ungenauigkeitsrelation 1925 ( M. Planck , W. Heisenberg , E. Schrödinger , P. Diarc , R.P. Feynman ) , neuestens der 7.
Biophotonik ( F.A. Popp , 1976 ) und 8. anderer bildgebender Verfahren bis hin zur vierdimensionalen Röntgenmikroskopie der Atophysik .
Strukturveränderungen im Nanometerbereich - so zeigte sich - haben tiefgreifende , in der Regel schwerwiegende Funktionsänderungen oder Funktionsstörungen an Körper und Psyche ( Seele ) zur Folge .
Störungen im Nanokosmos sind ( holographisch interferometrisch ) nachhaltig . Sie hinterlassen Wunden . Störungen im Nanokosmos haben ein ( langreichweitiges ) Gedächtnis . " Man kann mit ihnen rechnen " .
Die Vorstellung von einer exakt deterministischen " top down - Welt " , der technischen Revolution des 18. Jahrhunderts mit ihrem Analogiemodell : Organismus = Uhrwerk war damit im 20. Jahrhundert umgeschlagen mindestens für Abmessungen im Nanometerbereich zu Gunsten eines ungenauen " bottom up approaches " durch Selbstgestaltung . Diese Entwicklung mündet heute in das Informations- und Kommunikationsmodell der Selbstgestaltung , in die Immunologie bzw. Kohärenzforschung , in die Oberflächen- bzw. Grenzflächenphysik und Chemie und der Bionik ( Frei Otto , J.G. Helmke , 1960 ) und der Nanotechnologie .
Der Bereich der Selbstgestaltung reichte zunächst von knapp oberhalb der Atomradien - also von etwa 1 Nanometer - bis hin zu etwa 100 Nanometern . Man war am " bottom " angekommen .
Das Verblüffende war sogar , daß sich mit dem Kraftmikroskop ( Atomic Force Microscope ) Strukturen erkennen ließen , die nur ein zwanzigstel der Wellenlänge der Photonen voneinander entfernt waren ( N. Boeing 2004 , Rife Mikroskope , Rife Kraftmikroskope ) .
Die Nanowissenschaft und ihre Anwendung , die Nanotechnologie ( N. Tauiguchi , 1974 ) begann 1958 mit einem Vortrag R.P. Feynmans mit dem Titel " There is plenty of room at the bottom " .
Folgerichtig wurde die " top down " - Fertigung von Nanomaschinen 1981 von E. Drexler - eher als Manifest und wissenschaftlich nicht fundiert - aufgegriffen und zur Debatte gestellt .
Der " bottom up approach " begann ebenfalls um 1980 mit I. Prigogine´s " neuen Wegen naturwissenschaftlichen Denkens " mit den Titeln " Vom Sein zum Werden " und " Dialog mit der Natur " .
Virusarten , Bakterien , die Zellen und höhere Organismen sind Fabriken mit Nanomaschinen ( N. Boeing ) .
Ebenfalls ab ca 1980 wurden von den 3 grundlegenden Ursachen für Krankheiten
1. Strahlung , Gift , Ernährung , unhygienisches Verhalten
2. Infektion ( Keim )
3. erbliche Disposition ( Gene , Genom )
wieder bevorzugt die Keime und nicht mehr vorwiegend die Gene als die Hauptursache für die meisten der chronisch verlaufenden Krankheiten angesehen .
Die Entschlüsselung des genetischen Codes und das " Human Genome Project " ( 1980 - 2000 ) liefen gleichermaßen .
Hygienemaßnahmen ( J. Lister , E.v. Bergmann , I.P. Semmelweis 1840 , M.v. Pettenkofer 1860 ) wurden verbessert und ihre Durchführung reglementiert . Als Antwort auf die " Apparatemedizin " lief - ebenfalls seit etwa 1980 - die Welle der " Psychosomatik " ( M. Balint , 1964 , T.v. Uexküll 1979 ) .
Der Aufruf zum sparsamen und gezielten Umgang mit Antibiotika sollte das Aufkommen antibiotikaresistenter Krankheitserreger verhindern helfen und gilt bis heute .
Die Umweltmedizin entstand zum einen als Deutung von allergischen Überreaktionen , zum anderen als Antwort auf eine zunehmende Vergiftung durch Industrie , Atomkernspaltung ( oberirdische Atombomben - Versuche ) , Überernährung und Stressverhalten ( die Wellnesswelle ) . Ihr folgte der Versuch um eine bessere Ökologie ( " Klimaschutz " ) .
Weniger Erfolg hatten zum Teil die Bemühungen zur evolutionären Adaptation von Krankheitserregern ( ausser bei den Lebendimpfungen wie z.B. bei Pocken ( E. Jenner 1796 ) oder Polio ( J. Sabin , A.B. Salk 1960 ) ) .
Die Antitoxin - Herstellung und die Möglichkeit einer Toxineliminierung ( bekannt z.B. als Antitoxinbehandlung bei der Diphterie ( S. Kitasato 1890 , E.v. Behring 1892 oder als Colestyraminbehandlung bei der Hypercholesterinämie ) wurden zurückgestellt .
Der durchschnittliche Wohlstand und das erreichbare Lebensalter stiegen an und die Anzahl der Kinder sank . Die Menschen wurden in der westlichen Welt mit dem zunehmenden Alter aber auch kranker .
Der Bereich der intrazellulär persistierenden Krankheitserreger und der zellwanddefekten oder zellwandfreien Krankheitserreger , der sog. " stealth pathogens " fand zuerst wieder stärkeres Interesse bei Virusinfektionen durch das Aufkommen von AIDS , Hepatitis B und C ( Leberzirrhose ) , Herpes V6 -Infektion ( Portiocarcinom ) , einigen Herpes - Infekten ( Schizophrenie , Kaposi's Sarkom ) , der Epstein-Barr-Virus - Infektion ( gel. Burkittumor ) , der Infektion mit dem Zytomegalie - Virus und anderen chronisch verlaufenden Krankheiten , bei denen sich Infekte als Krankheitsursache demaskieren ließen , wie z.B. auch bei der T-Zell Leukämie und dem Brustkrebs .
Die bakteriellen Ursachen bei chronisch verlaufenden Krankheiten wie Borrelien , Ehrlichien , Chlamydien , Mycoplasmen ( Mollicutes ) , Babesien , Toxoplasmen , Nanobakterien , Rickettsien , Mycobakterien etc. traten auffallend spät erst in das Bewußtsein der Mediziner . ( Die hierzu vorhandenen Labortests sind für die Kassenpatienten kostenbudgetiert und gehören z.T. noch nicht zur Routine bei den entsprechenden Fragestellungen ) .
Noch 1970 aber war bei jeder Krankenhaus - Neuaufnahme z.B. der Labortest auf Syphilis Pflicht .
Chronisch persistierende Infektionskrankheiten führen bei den Betroffenen zu einer vorübergehend - auch jahrelang andauernden evtl. sogar überschießenden Leistungsfähigkeit , auch Kreativität bis dann der Zusammenbruch folgt . Beispielhaft sind zahlreiche Künstlerbiographien oder Leistungs- und Psychiatrie - Karrieren .
Im Gegensatz zu dem Wort Mangelkrankheit und Speicherkrankheit ist das Wort Überflußkrankheit oder Überschußkrankheit der Lehrbuchmedizin noch weitgehend unbekannt .( W. Ostwald , Gedanken zur Biosphäre in Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften Band 257 , 1996 , ISBN 3-8171-3257-3 und O. Sacks 1985 , Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte , Spiegel ISBN-13: 978-3-87763-012-9 ) Überschusskrankheiten entstehen bei Infektionen durch den andauernd mislingenden Symbioseversuch zwischen Infektionserregern und deren Wirt .
Bei den chronisch stealth ( heimlich , zellwanddefekten bzw. zellwandfreien ) oder intrazellulär ( in Wirtszellen ) persistierenden ( verbleibenden ) bakteriellen Krankheitsursachen , bei diesen sich extrem langsam vermehrenden Infektionserregern werden die entscheidenden Antworten im Nanokosmos der Immunität und Selbstgestaltung zu suchen sein .
Um zu einem annähernden Verständnis der Krankheitsmechanismen bei dieser besonderen Art von Infektionen zu kommen , werden sich interdisziplinär Chemiker , Biologen , Biophysiker , Mediziner , Computerwissenschaftler , Informatiker und Geisteswissenschaftler ( Bioethiker und Philosophen ) - voneinander lernend - beteiligen müssen .
Aber bekanntlich wird jeder Fortschritt mit einem Nachteil erkauft ; ohne die Einbeziehung der Öffentlichkeit geht deshalb garnichts . Wir müssen uns jetzt - und zwar gemeinsam - überlegen , was wir wollen und was wir nicht wollen !
Wir müssen uns heute entscheiden, ob wir arbeitsfähige Alte wollen , die sich selbst versorgen können oder sieche Pflegepatienten oder das politisch ( oder religiös oder durch Sucht ) getarnte " sozialverträgliche Ableben " älterer ( und eben dann , wenn es zur Mode wird auch jüngerer ) Menschen .
Unter der Überschrift " Lebendigkeit, Selbstorganisation, Morphogenese: 5. Hauptsatz der Thermodynamik , das Phanes Sound Theorem " werden 6 Prinzipien für Selbsterhaltungs- und Selbstgestaltungsprozesse vorgestellt .
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